Kitchecker Modell Journal

North American F-100D Super Sabre “Thunderbirds” von Trumpeter in 1:48

1949 begann bei North American die Entwicklung einer Überschallversion der erfolgreichen F-86 Sabre. Das Programm warf viele Probleme auf, doch schon bald bewies die Maschine, dass sich die Mühe gelohnt hat. Am 20. August 1955 stellte eine F-100C mit 1.323,03 km/h den ersten Rekord über Mach 1 auf. Die Super Sabre war nicht leicht zu fliegen. Besonders das Landeverhalten war sehr kritisch. So gingen zwischen 1956 bis Mitte 1970 mehr als 500 F-100 durch Unfälle verloren.

Die D-Version wurde durch ein Nachbrenner-Strahltriebwerk Pratt & Whitney J57-P-21A mit 75,4 kN Schub auf eine Höchstgeschwindigkeit von 1.390 km/h beschleunigt. Der einsitzige Jagdbomber war mit vier 20-mm-Kanonen M-39E bewaffnet und konnte insgesamt 3.402 kg an Außenlasten mitführen.

Die Kunstflugstaffel der US Air Force – die „Thunderbirds“ – wurde am 25.5.1953 gegründet. Zuerst flog sie die F-84, 1956 wurde dann auf die F-100 Super Sabre umgestellt. 1964 wurde kurzzeitig die F-105 Thunderchief verwendet. Wegen massiver technischer Probleme kehrte man aber wieder zur F-100 zurück, bis sie 1969 durch die F-4 Phantom abgelöst wurde. Die Super Sabre stand also 13 Jahre im Dienst der „Thunderbirds“.

Der Bausatz stammt von Trumpeter im Maßstab 1:48 und ist sein Geld wirklich wert. Die Passgenauigkeit ist bis auf einige wenige Stellen sehr gut und die Oberflächengestaltung hervorragend. Bis auf fotogeätzte Sitzgurte von Eduard habe ich das Modell komplett aus der Schachtel gebaut.

Zum ersten Mal habe ich Alclad-Farben für die Naturmetalloberfläche verwendet und war davon begeistert. Sie wirken äußerst realistisch. Die Anbringung der teilweise riesigen Decals stellte das größte Problem dar. Vor allem am Lufteinlass und auf der Unterseite musste ich sie zerschneiden, weil sie sich in einem Stück unmöglich anbringen ließen. Sie schienen auch gegen meinen Weichmacher – Gunze Mr.Mark Softer – resistent zu sein. Erst nach mehreren Durchgängen ließen sie sich um Kanten legen und passten sich den versenkten Gravuren an.

Auf eine Alterung des Modells habe ich weitgehend verzichtet, weil Maschinen von Aerobatic-Teams immer auf Hochglanz poliert sind. Nur an der Hot-Section am Heck habe ich mit dem Tamiya Weathering-Set  die Verfärbungen durch die Hitzeentwicklung dargestellt – das hätte allerdings durchaus noch deutlicher ausfallen können.


Fotos:

             

             


©Stefan Fraundorfer   www.kitchecker.de

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