Kitchecker Modell Journal

Torpedoboot M.A.S. 568 von Italeri in 1:35 Teil I

Nach einer Serie von Flugzeugen musste ich einfach wieder einmal ein ganz anderes Modell bauen. Ich habe mich für Italeris Torpedoboot M.A.S. 568 in 1:35 entschieden, das später der Hauptdarsteller eines Hafendioramas werden soll.

Nicht ganz billig das Teil, aber dafür kann der Bausatz auch was. Alleine die Schachtel hat schon eine Größe von 56 x 28 x 11,5 cm. Das fertige Modell wird eine Länge von 55,2 cm haben. Der Rumpf und das Deck sind jeweils einteilig ausgeführt und passen perfekt zusammen, was den Bau erheblich vereinfacht. In der Box befinden sind noch 4 Spritzgussrahmen aus hellgrauem Kunststoff, eine 13 x 11 cm messende Fotoätzteilplatine, ein Decalbogen für zwei Markierungsmöglichkeiten, eine Plastikfolie zur Darstellung der Fenster und Bullaugen, eine kleine Broschüre mit vielen Fotos des Originals und eine 24-seitige Bauanleitung in schwarz-weiß.

In meinem ersten Build Log berichte ich über den Zusammenbau des Ruder- und Motorenhauses und die Bemalung des Decks. Die Passgenauigkeit der teilweise sehr großen Bauteile ist recht gut. Leider sind an praktisch allen Teilen stark ausgeprägte Formtrennlinien zu sehen, die aufwändig verschliffen werden müssen. Besonders an Kleinteilen ist das ziemlich mühsam. Auch einige Sinkstellen müssen bearbeitet werden.

Laut Bauplan sollten die Fenster im Ruder- und Motorenhaus ganz am Anfang eingebaut werden. Ich habe mich aber dazu entschieden, beide Elemente zuerst komplett zusammen zu bauen, zu lackieren und zu altern, weil damit das Abkleben der Fenster entfällt und sie nicht verschmutzt werden können.

Grundiert habe ich beide Baugruppen mit Gunze H-317. Mit H-308 Light Ghost Grey und H-305 Gunship Grey vom gleichen Hersteller habe ich dann die Tarnlackierung mit der Airbrush aufgetragen.

Vorerst nur am Dach des Maschinenhauses folgte ein Washing mit stark verdünnter schwarzer Ölfarbe. Danach habe ich mit Ölfarben (weiß, beige, hell- und dunkelgrau) ein Fading gemacht, um die monotone Oberfläche etwas lebendiger wirken zu lassen. Ein paar Kratzer und Farbabplatzer wurden mit der Schwammmethode und der Grundfarbe H-317 angebracht. Mit Crusted Rust Deposit von AK interaktive wurden verrostete Bereiche angedeutet. Zum Abschluss habe ich noch ein Drybrushing an stark beanspruchten Stellen mit H-8 Silber durchgeführt.

Das Deck wollte ich in einem ziemlich abgenutzten Zustand darstellen und entschied mich, erstmals die Haarspray-Methode anzuwenden. Dazu lackierte ich das gesamte Deck mit H-27 Tan und führte ein Washing mit AK-301 „Dark Wash for Wood Deck“ von AK interactive durch. Die Haarspray-Technik verlief bei den grauen Bereichen des Decks zu meiner Zufriedenheit. Nicht ganz glücklich bin ich mit dem Ergebnis bei der rot-weißen Fliegermarkierung. Aber es folgt ja noch ein Washing und Fading.

Dazu mehr im zweiten Teil des Bauberichts. Stay tuned!


    


©Stefan Fraundorfer www.kitchecker.de

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